Die ersten 6 Wochen nach der Aussaat bestimmen das Ertragspotential Ihres Maises. In dieser Phase wird das Wurzelsystem angelegt, das später über Wasser- und Nährstoffversorgung entscheidet. Ein Vorsprung in der Jugend bleibt bis zur Ernte messbar.

Die biologische Wurzel-Versicherung

Das Mikrogranulat für den Turbo-Start
Einzeln stark – zusammen unschlagbar. Die Kombination aus MO-Inkrustierung und MICRO POWER ULTRA liefert den maximalen Startvorteil für Ihren Mais:
Basis-Ertrag ohne zusätzliche Startmaßnahmen
Mehrertrag durch optimierte Jugendentwicklung und Wurzelleistung
In der modernen Maisproduktion entscheidet sich das Ertragspotenzial lange vor dem Sichtbarwerden des Kolbens – nämlich in den ersten sechs Wochen nach der Aussaat unter der Erdoberfläche. Das Wurzelsystem ist der Flaschenhals der Pflanzenernährung. Ein schlecht entwickeltes Wurzelsystem kann selbst bei optimaler Düngung und besten genetischen Voraussetzungen das genetische Potenzial der Sorte nicht abrufen. Die Strategie der agaSAAT-Hybrid GmbH setzt genau hier an: Mit der Kombination aus biologischer MO-Inkrustierung (Mykorrhiza) und physikalischer Startdüngung (MICRO POWER ULTRA) wird das Wurzelsystem physiologisch und räumlich maximiert.

Mais ist eine C4-Pflanze mit hohem Wärmebedarf. In Mitteleuropa erfolgt die Aussaat oft in kalte, teils nasse Böden (Bodentemperaturen um 8 – 10 °C). Unter diesen Bedingungen ist die Verfügbarkeit und Aufnahme von Nährstoffen – insbesondere Phosphor (P) – massiv eingeschränkt. Phosphor ist jedoch essenziell für den zellulären Energiestoffwechsel (ATP) und das Wurzelwachstum. Ein P-Mangel in der Jugendphase führt zu dem typischen, violett verfärbten Mais ("Kältestress"), einer stagnierenden Wurzelentwicklung und letztlich zur Reduktion der Kornanlagen im Kolben, die bereits im 4- bis 6-Blatt-Stadium festgelegt werden.
Die agaSAAT-Hybrid GmbH nutzt mit der MO-Inkrustierung (Mikro-Organismen) einen der ältesten und effektivsten Symbiose-Mechanismen der Natur: die arbuskuläre Mykorrhiza (AM).
Wirkungsmechanismus: Die Sporen spezifischer Mykorrhiza-Pilze werden direkt auf das Saatkorn appliziert. Nach der Keimung infizieren die Pilzhyphen die jungen Maiswurzeln und bilden ein gewaltiges, feines Hyphennetzwerk im Boden aus. Dieses Netzwerk fungiert als gigantische Verlängerung des Wurzelsystems. Die Pilzhyphen sind wesentlich feiner als die Wurzelhaare des Maises und können in Mikroporen des Bodens eindringen, die für die Pflanze unerreichbar wären.
Agronomischer Nutzen:
Während die Mykorrhiza-Symbiose einige Wochen benötigt, um sich vollständig zu etablieren, liefert MICRO POWER ULTRA den sofortigen Kick-Start direkt ab dem Tag der Keimung.
Wirkungsmechanismus:MICRO POWER ULTRA ist ein hochkonzentriertes, extrem feines Mikrogranulat (ca. 0,5 – 1,0 mm Korngröße), das über spezielle Granulatstreuer exakt in die Saatfurche, in direkten Kontakt mit dem Saatkorn, abgelegt wird. Es enthält leicht wasserlösliches Phosphat, Stickstoff und essenzielle Spurenelemente wie Zink und Mangan.
Agronomischer Nutzen:


Die Ergebnisse aus mehrjährigen Praxisversuchen und Demonstrationsflächen zeigen konsistente Vorteile der Kombination aus MO-Inkrustierung und MICRO POWER ULTRA. In kühlen Frühjahren (Bodentemperatur unter 10°C bei Aussaat) zeigt sich der Effekt am deutlichsten: Behandelte Bestände erreichen das 4-Blatt-Stadium 5 – 8 Tage früher als unbehandelte Vergleichsflächen. Dieser Vorsprung in der Jugendentwicklung übersetzt sich direkt in eine frühere Reihenschließung, bessere Unkrautunterdrückung und eine optimierte Kolbenanlage.
In Trockenjahren (wie 2018, 2019, 2022) zeigt sich der zweite große Vorteil: Mykorrhizierte Maisbestände halten den Turgor 7 – 10 Tage länger aufrecht als nicht-mykorrhizierte Vergleichsflächen. Dies liegt am erweiterten Bodenvolumen, das durch das Hyphennetzwerk erschlossen wird – Schätzungen gehen von einer Vergrößerung der effektiven Wurzeloberfläche um den Faktor 10 – 50 aus. In der kritischen Phase der Blüte und Kornfüllung (Juli/August) entscheidet diese zusätzliche Wasserversorgung über 10 – 20 % Mehrertrag gegenüber unbehandelten Beständen.

Für den maximalen Erfolg des Wurzel-Tunings sind einige Praxisregeln zu beachten: Die MO-Inkrustierung ist bereits werksseitig auf dem Saatgut appliziert – der Landwirt muss nichts zusätzlich tun. Wichtig ist jedoch, dass das inkrustierte Saatgut nicht mit fungiziden Beizmitteln nachbehandelt wird, da diese die Mykorrhiza-Sporen abtöten können. MICRO POWER ULTRA wird über einen separaten Granulatstreuer (z.B. Gandy, Lehner oder integrierte Lösungen an der Einzelkornsämaschine) direkt in die Saatfurche appliziert. Die Aufwandmenge beträgt typischerweise 10 – 15 kg/ha – deutlich weniger als bei klassischer Unterfußdüngung mit DAP (80 – 120 kg/ha). Die Platzierung muss exakt im Bereich 2-5 cm neben und unter dem Saatkorn erfolgen.
Besonders profitieren Standorte mit folgenden Eigenschaften: Schwere, kalte Böden (Marsch, Pseudogley), höhere Lagen mit später Erwärmung, Standorte mit hoher P-Festlegung (pH über 7,2 oder unter 5,5), sowie Flächen mit bekanntem Trockenstress-Risiko. Auf diesen Problemstandorten amortisiert sich die Investition in Wurzel-Tuning bereits im ersten Jahr durch die Mehrerträge.
Die Investition in Wurzel-Tuning beträgt je nach Konfiguration 40 – 70 Euro/ha (MO-Inkrustierung: ca. 20 – 30 Euro/ha Aufpreis auf das Saatgut; MICRO POWER ULTRA: ca. 20 – 40 Euro/ha für Granulat und Ausbringung). Dem stehen Mehrerträge von 0,8-1,5 t TM/ha (Silomais) bzw. 0,5 – 1,0 t Korn/ha (Körnermais) gegenüber. Bei aktuellen Maispreisen von 180 – 220 Euro/t Korn ergibt sich ein Return on Investment von 1:3 bis 1:5 – eine der rentabelsten Einzelmaßnahmen im Maisanbau überhaupt.
Wichtig für die Praxis: Die MO-Inkrustierung ist kompatibel mit den meisten gängigen Herbizid- und Insektizidstrategien im Mais. Lediglich stark fungizid wirkende Beizmittel (z.B. Metalaxyl-haltige Produkte) können die Mykorrhiza-Etablierung beeinträchtigen. Die Kombination mit der Unterfußdüngung (DAP) ist möglich, jedoch nicht notwendig – MICRO POWER ULTRA ersetzt diese vollständig bei deutlich geringerer Aufwandmenge. Auf Betrieben, die bereits DAP einsetzen, kann durch den Wechsel auf MICRO POWER ULTRA die P-Bilanz um 15 – 20 kg P₂O₅/ha entlastet werden, was angesichts der verschärften Düngeverordnung ein erheblicher Vorteil ist. Die Einsparung an Düngemitteln kompensiert in vielen Fällen bereits die Mehrkosten des Mikrogranulats.

Die Kombination beider Systeme stellt das Nonplusultra der Jugendentwicklung dar. MICRO POWER ULTRA sichert den sofortigen Start und das erste Wurzelwachstum bei kalten Bedingungen. Sobald dieses initiale Wurzelsystem etabliert ist, übernimmt die MO-Inkrustierung (Mykorrhiza) und erweitert das Wurzelsystem räumlich und physiologisch bis in den Hochsommer hinein. Das Ergebnis sind homogenere Bestände, eine signifikant höhere Trockenstress-Toleranz und messbare Mehrerträge von 8 bis 12 % – ein unsichtbarer Vorsprung, der sich bei der Ernte in barer Münze auszahlt. Für den modernen Maisanbauer ist Wurzel-Tuning keine Option, sondern eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit.
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